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© 2005 - 2011 Schnelle Medizinische Hilfe der DDR

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S M H - Die Schnelle Medizinische Hilfe der DDR

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Im Juni 1974 befaßte sich die XV. Konferenz der Gesundheitsminister der RGW-Staaten in Budapest mit der Problematik der Notfallmedizin. Zur Erhöhung der Wirksamkeit der medizinischen Hilfe bei lebensbedrohlichen Zuständen wurden Empfehlungen verabschiedet, die auch allgemeinverbindliche Definitionen des medizinischen Notfalls beinhalteten.

Unter Einbeziehung der Erfahrungen aus der Arbeit mit der seit 1967 bestehenden “ Anweisung zur dringlichen medizinischen Hilfe” wurden 1975 vom Ministerium für Gesundheitswesen zusammen mit dem Präsidium des DRK der DDR weitere Schritte bei der Stabilisierung der Versorgung der Notfallpatienten in der Prähospitalphase konzipiert. Der neue Leistungsbereich des staatlichen Gesundheitswesens -die Schnelle Medizinische Hilfe (SMH)- nahm 1976 in 10 Bezirks und 4 Kreisstädten der Republik die Funktion auf.

Die Anweisung Nr.2 des Ministeriums für Gesundheitswesen zum Aufbau der SMH vom 12.06.1979 legte als Aufgabenstellung für die SMH fest, daß jeder Bürger zu jeder Zeit an jedem Ort schnell die notwendige medizinische Hilfe erhalten soll. Das betraf alle Hilfeleistungen bei akut erkrankten und schwerverletzten Bürgern unmittelbar am Ereignisort und auf dem Transport zur Rettungsstelle bzw. zum Krankenhaus sowie ärztlich überwachte Verlegungsfahrten zu Einrichtungen der spezialisierten medizinischen Betreuung bei:

- akuter Lebensgefahr, die ohne medizinische Hilfe zum tödlichen Ausgang führen konnte

- Gefahr einer bleibenden Gesundheitsschädigung

- erforderlicher schneller Schmerzlinderung

- Verhaltensstörungen, die im Interesse des Betroffenen oder der anderen Bürger dringend ärztliche           Maßnahmen erforderten

Darüber hinaus wurden durch die SMH Aufgaben bei unvorhergesehenen Ereignissen, Katastrophen und Havarien im Rahmen einer Sofortreaktion übernommen. Die ständige Einsatzbereitschaft und Funktionstüchtigkeit der Strukturelemente der SMH führten zusammen mit der Zuordnung von Kräften und Mitteln aus dem Bereitschaftssystem des Gesundheitswesens und des DRK der DDR zum führungsmäßigen Zusammenwirken mit der Zivilverteidigung.

Einheitliches Vorgehen wurde auch bei den Aufgaben für die Organtransplantation, bei dringenden Transporten von ärztlichen Spezialisten, von Blut und seinen Derivaten sowie von Frühgeborenen schrittweise durchgesetzt.

Die Realisierung dieser Aufgaben erforderte spezifische Strukturelemente, die genau definiert waren:

1. die Leitstelle SMH gemeinsam mit dem Krankentransport des DRK der DDR im Versorgungsgebiet

2. Stützpunkte für DMH und/oder DHD-Gruppen außerhalb der Leitstellen mit potentieller Leitstellenfunktion abhängig von spezifischen territorialen Besonderheiten

3. Gruppe der Dringlichen Medizinischen Hilfe (DMH)

4 Gruppe des Dringlichen Hausbesuchsdienstes (DHD), ggf. ergänzt durch den Dringlichen kinderärztlichen Hausbesuchsdienst (DkHD)

5. Krankentransport des DRK der DDR

6. Rettungsstellen

         · Dringliche Medizinische Hilfe - DMH

--> ist heute der Rettungsdienst

         · Dringlicher Hausbesuchsdienst - DHD

--> ist heute der kassenärztliche Notdienst

         · Dringlicher kinderärzticher-Hausbesuchsdienst - DkHD

--> ist im heutigen Rettungssystem nicht mehr vorhanden

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