S M H - Die Schnelle Medizinische Hilfe der DDR

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„Der Aufbau eines Luftrettungsnetzes auf dem Gebiet der damaligen DDR begann Ende 1989. Der Grund hierfür war, dass die DDR der ICAO beitrat. Bisher wurde zwar der zivile Luftverkehr nach ICAO-Reglement durchgeführt, allerdings gab es kein flächendeckendes Luftrettungssystem, was aber ein zwingender Punkt für die Mitgliedschaft in dieser Organisation darstellt. Das bedeutet aber nicht, dass es in der DDR keine Luftrettung gab. Es war nur nicht als eigenständiges System organisiert. Bei Bedarf bzw. medizinische Indikation wurden Hubschrauber der NVA und auch der Interflug für Rettungseinsätze verwendet. Für das nun zu schaffende Rettungssystem stellte das THG-34 der NVA in Brandenburg-Briest einige Mi-8T, Mi-8TW und einen Mi-8S bereit. Letzterer wurde zu einem SMH-Hubschrauber umgerüstet, dies entspricht etwa heutigen ITH's. Grund war die fehlende Rettungswinde an der ursprünglichen Mi-8 Salon-Variante. Der SAR-Hubschrauber in Erfurt ist seit 8.Dezember 1989 offiziell in Betrieb. Bis zum März 1993 war hier ein Mi-8T des NVA Transport-Hubschraubergeschwader 34 (THG-34) aus Brandenburg/Briest im Einsatz. Seit 1993 betreibt hier die Lufttransportgruppe Holzdorf des Lufttransport-Geschwader 62 aus Wunstorf (LTG-62) eine Bell UH-1D am SAR-Kommando-89.

www.schnelle-medizinische-hilfe.de

 

„Initiativen aus der Truppe und leitender Ärzte der Schnellen Medizinischen Hilfe führten nach dem Mauerfall zum Aufbau eines Luftrettungsdienstes. Mit einer umgebauten Mi-8 Salon (flying hospital) erfüllte die 3.HS ab Ostern 1990 am RZ Bad Saarow  eine neue wichtige Aufgabe. Der Hubschrauber Mi-8S taktische Nummer „911“ wurde wegen fehlender Lasten-Winde als Rettungshubschrauber mit SMH beschriftet. „Christoph 37“ konnte gleichzeitig bis zu 3 Patienten transportieren und war in maximal 15 Minuten nach Alarmierung im Umkreis 50 km von Bad Saarow am Einsatzort (Primäreinsatz). Die Belastungen im täglichen Dienst sind außerordentlich hoch gewesen. Im Rettungseinsatz kam dann noch die hohe psychische Anspannung dazu. Der letzte wöchentliche Bereitschaftsdienst war am 01.10.1990 beendet.

 

 Mit dem Umbau wurden mitgeführt:

  • · Behälter Oxigen (2 Flaschen Sauerstoff 10 l)- Sauerstoffanlage.
  • · Fest eingebaut: Kasten für Medikamente, Zahnstange für medizinische Werkzeuge und Vorrichtungen.
  •  · Vorhanden war der Arbeitsplatz für medizinisches Personal (Arzt + 2 Schwestern), Waschbecken, Toilette,

     · zwei Krankentragen (in verschiedenen Positionen einstellbar),

     · Notfallkoffer mit div. Verbandsmaterial,

     · AMBU Beatmungsbeutel, Blutdruckmessmanschette, Stethoskop, Guedeltubi, usw.,

     · Notfallkoffer Intubation,

     · Defibrillator,

     · Absauggerät für Flüssigkeiten im Mund und Rachenbereich,

     · Vakuummatratze, Schaufeltrage,

     · Hals-Wirbelsäulen (HWS)Stützkragen,

     · Drahtleiter Schienen (Für Frakturen), Pneumatische Kammerschienen (Für Frakturen),+

     · Bergetücher,

     · umfangreiches Verbandmaterial incl. Verbrennungsset,

     · verschiedene Infusionslösungen, Infusionssysteme,

     · Venenverweilkanülen, Vena-Cava-Punktionsset, Spritzenmaterial, Pharyngealtuben,

     · Notfallmedikamente,

     · Desinfektionslösung,

     · Amputatbeutel,

     · Sofort-Kältekompressen,

     · Schienenmaterial, Ersatzbeatmungsbeutel, Vorrat Einmalhandschuhe, Hygieneartikel.“

    Quelle: http://www.mi-8salon.de/Seiten/Flying_Hospital.html

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